Geschichte

Der Ort wurde erstmal schriftlich 1574 als Schrigl erwähnt. Ursprünglich bestand er aus zwei ganzen Bauernhöfen (huba), die im 16. Jahrhundert unter 9 Besitzer aufgeteilt wurden, sodass die Siedlung ca. zwischen 30 und 35 Bewohner hatte. Das Toponym Riegel, das auch in anderen Namen in Gottschee vorkommt, wurde von den Interpreten entweder von dem langgestreckten Bergrücken bzw. der Landzunge abgeleitet, auf der die Siedlung errichtet wurde, oder von der Aufteilung der Grundstücke in Streifen, wobei die letzte Variante weniger überzeugend ist. Der Zusatz „mali“ (kleiner) wurde dem Ortsnamen zugefügt, um das Dorf von Veliki Rigelj östlich von Kočevske Poljane zu unterscheiden.

Erste Erwähnung

Der Ort wurde erstmal schriftlich 1574 als Schrigl erwähnt. Ursprünglich bestand er aus zwei ganzen Bauernhöfen (huba), die im 16. Jahrhundert unter 9 Besitzer aufgeteilt wurden, sodass die Siedlung ca. zwischen 30 und 35 Bewohner hatte. Das Toponym Riegel, das auch in anderen Namen in Gottschee vorkommt, wurde von den Interpreten entweder von dem langgestreckten Bergrücken bzw. der Landzunge abgeleitet, auf der die Siedlung errichtet wurde, oder von der Aufteilung der Grundstücke in Streifen, wobei die letzte Variante weniger überzeugend ist. Der Zusatz „mali“ (kleiner) wurde dem Ortsnamen zugefügt, um das Dorf von Veliki Rigelj östlich von Kočevske Poljane zu unterscheiden.

Auswanderung

Ähnlich wie viele gottscheerische Dörfer wurde auch Mali Rigelj seit 1890 von einer Entvölkerung betroffen. Die Einwohnerzahl ist in 40 Jahren von 71 auf nur 48 Einwohner gesunken. Vor dem Zweiten Weltkrieg verdienten sie ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner und als Arbeiter in einer Ziegelfabrik, wo sie Zementdachziegel und Röhre herstellten. Sie ergänzten ihr Einkommen mit Verkauf von Wein und Äpfeln, obwohl ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten nicht ausreichten, ihren eigenen Bedarf zu decken. Rund um das Dorf, das damals mit dem Fuhrwerk erreichbar war, gab es Felder und einige Weinberge. In den Quellen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird der Verkauf von Kastanien, für die die Bewohner von beiden Dörfern Rigelj im ganzen gottscheerischen Gebiet und darüber hinaus bekannt waren, nicht mehr erwähnt.

Bataillon

Im Dezember 1941 verließen bei der Aussiedlung der Gottscheer 3 Familien mit insgesamt 17 Mitgliedern das Dorf. Die Angaben der Verbliebenen variieren. In einigen Angaben ist nur von einer Familie die Rede. Allmählich ließen sich Slowenen in die verlassenen Häuser nieder. Im Juni 1943 wurde im Dorf das aus der Zusammenlegung kleinerer militärischen Gruppen hervorgegangene Levstik-Bataillon als Schutzeinheit für die Führung der Partisanenbewegung aufgestellt. Das Bataillon wurde nach der Kapitulation Italiens in die Brigade Levstik umgestaltet.

Das Ende des Krieges

Das Dorf war am Ende des Zweiten Weltkriegs in einem recht guten Zustand, denn von 12 Häusern waren 9 noch bewohnbar, in denen aber nur 26 Einwohner lebten. Die Einwohnerzahl ist in den nächsten Jahrzehnten noch gesunken und lag meistens um 20 Einwohner, die nach offiziellen Angaben Anfang der 1970-er Jahren neben der Arbeit in Dolenjske Toplice hauptsächlich Brenn- oder Scheitholz verkauften oder sie waren Rentner. Die Weinrebeanpflanzungen an der Südseite der Siedlung gehörten hauptsächlich benachbarten Dörfern.  

Heute

Heute hat der Geburtsort von Matthias Petschauer, des Vaters von Dr. Hermann Petschauer, des Autors des Jahrhundertbuches der Gottscheer, eines von den übersichtlichen Grundwerke über Geschichte des Gottschee, nach nationalen Statistiken weniger als 15 Einwohner. Die Daten sind jedoch unzuverlässig, da sie Personen umfassen, die zwar in der Ansiedlung angemeldet sind, aber nur gelegentlich ihre Ferienhäuser besuchen. Neben den in den Denkmalschutzregister getragenen Wein- und Wohnhäusern prägt auch die St. Ursula Kirche von der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit ihrem Barockaltar ein Bild von Mali Rigelj. 1992 wurde sie auf Vorschlag der Konservatoren aus Novo mesto zum Kulturdenkmal von lokaler Bedeutung erklärt.