Das Dorf wurde urkundlich erstmal im Jahr 1564 erwähnt. Slowenische Benennung Občice soll von dem gemeinsamen (slow. občinski – gemeindlich) Land der Dorfbewohner stammen, was Historiker zum Schluss führt, dass der Ort bereits vor der Ankunft der altdeutschsprachigen Bevölkerung, allerdings vor dem Jahr 1450, von Slawen bewohnt war. Der gottscheerische Name wurde als Ableitung des Nachnamen Krapfl bzw. Krapfel gedeutet, der noch in späten Jahren der 1930er Jahre in dem weiten Gebiet Gottschee vorkam. Andere Forscher der Lokaletymologie sind der Meinung, dass auch die Nachnamen Krapf oder Kropf die Grundlage der Benennung sein könnten. Auch einige andere gottscheerische Dorfnamen, wie z. B. Kunč, Štalcerji, Kuhlarji…, wurden nach Nachnamen benannt.
Im Urbar von Občice aus dem Jahr 1574 wurden zwei ganze Bauernhöfe (huba) verzeichnet, die damals bereits auf 5 Besitzer aufgeteilt wurden, von denen laut linguistischen Analysen ursprünglich einer einen slowenischen und vier einen gottscheerischen Nachnamen hatten. Unter den 20 bis 25 Bewohnern herrschte so eine gottscheerische Identität vor. Von dem Familiennamen, der den Namen Krapflern gegeben haben soll, findet man derzeit keine Ableitungen im Dorf.Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Občice 20 Häuser mit 27 Familien, die höchste Einwohnerzahl erreichte das Dorf im Jahr 1869. Damals lebten in 24 Häusern 129 Menschen. Danach begann die Einwohnerzahl wegen der Auswanderung zu sinken. 1921 zählten die Volkszähler nur 56 Dorfbewohner.Eineinhalb Jahrzehnte später verzeichnete das Dorflexikon Drau-Banschaft in 19 Häusern 80 Einwohner. Es gab 18 Besitzer und nur einen Hüttner. Die Dorfbewohner verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau von Kartoffeln, Weizen, Gerste, Roggen und Bohnen für den Verkauf in Novo mesto. In Straža, wohin sie Holz auf das Sägewerk transportierten, verkauften sie auch Äpfel und Pflaumen, während sie die Abnehmer für ihr Vieh auf Messen und für ihren Wein – in Občice ( da wurde hauptsächlich die Rebsorte Isabela angebaut) in der näheren Umgebung fanden. Laut der Literatur halfen sie sich auch mit der Bienenzucht und dem Vorspannen.
Bei der Aussiedlung der Gottscheer im Dezember 1941 verließen 59 Menschen aus 14 Familien das Dorf. Wie in anderen Dörfern des Črmošnjice-Tals entschied sich auch hier ein kleinerer Teil der Bewohner für die Auswanderung als anderswo in der Sprachinsel Gottschee, aber ein Teil der Verbliebenen wurden im Mai 1942 von Partisanen aus Občice verbannt. Der Sitz des Kommandos der TV-15-Partisanenrelaisstationen für ganz Slowenien bzw. für 145 Kurierstationen, so viele waren damals in Slowenien tätig, befand sich in den Jahren 1944 und 1945, nach dem Umzug aus den Wäldern von Hornwald, in Občice.
Občice war eines von wenigen Dörfern in der Sprachinsel Gottschee, das das Kriegsende relativ unbeschadet überstand. 20 von 24 Häusern blieben bewohnbar, im Dorf gab es fast 70 Bewohner. Die Einwohnerzahl stieg bis 1961 leicht an, auf 75 Dorfbewohner, und begann dann, wie andernorts auch, mit Schwankungen nach oben und nach unten zu sinken, sodass Občice jetzt offiziell 60 Einwohner hat. Aufgrund der günstigen Verkehrslage wurden am Sonnenhang des Dorfes mehrere Ferien- und Wohnhäuser gebaut, aber auch mit dem im Kulturerbe-Register eingetragenen gottscheerischen Steinhaus über dem Keller mit der Hausnummer 6 aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde ein Teil des älteren Bauerbes bewahrt.
1992 gegründete Gottscheer Altsiedlerverein hat entlang der Straße nach Semič auch ein altes Gehöft renoviert, wo er neben den Vereinsräumen eine Museumssammlung beherbergt, und in einem angrenzenden Gebäude ist ein Modell der gottscheerischen Dörfer und Häuser zu sehen. Im Obstgarten neben dem Gehöft halten die Vereinsmitglieder eine Genbank mit alten, einst für Gottscheer typischen Obstsorten instand.