Wie es schon der Ortsname (auf Deutsch „alte Sägen“) sagt, ist das Gebiet des Ortes, das sich im engen Tal des Baches Divji potok erstreckt, historisch von Sägewerken geprägt. Die Schlucht des Baches Divji potok mit ihrem steilen Gefälle war für die Entwicklung der Sägeindustrie noch besonders geeignet und sechs mit Wasserkraft betriebene Sägewerke entlang des Baches waren im 16. Jahrhundert nach den urbarialen Aufzeichnungen bereits im Betrieb, aber Historiker gehen davon aus, dass sie schon früher entstanden sind. Neben den Sägewerken gab es 1574 in Stare Žage auch 23 tätige Mühlen und eine Stampfe. In Ermangelung geeigneter Produktionsleistungen konnte man relativ gut vom Holzschnitt leben, so dass Gottscheer transportierten Bretter mit Karren nicht nur durch Unterkrain und Weißkrain, sondern auch nach Kroatien.
In den Jahrzehnten zwischen den Weltkriegen waren in Stare Žage mehrere mit Wasserkraft betriebene Sägewerke in Betrieb, während die Zahl der Mühlen zurückging. Damals wurde Holz hauptsächlich nach Sušak, dem nächstgelegenen jugoslawischen Hafen, transportiert. Auch Bienenzucht wurde betrieben. Honig wurde in Ljubljana verkauft. Einige Hausbesitzer besaßen in Semiška gora und Nova gora dabei auch Weinberge.
Die Auswanderung begann jedoch recht früh, denn die höchste Dorfbewohnerzahl in Stare Žage wurde 1869 verzeichnet, als in 19 Häusern 138 Menschen lebten, und in den 1930-er Jahren war die Einwohnerzahl mit gelegentlichen Schwankungen auf 97 gesunken. 1936 waren, wenn man den Angaben Glauben schenken darf, nur 7 von 20 Häusern bewohnt, und in den letzten Jahren vor dem Krieg waren am Divji potok nur noch zwei Mühlen, zwei Sägewerke und ein Kraftwerk des Grundbesitzers Josef Juran in Betrieb
Ende Dezember 1941 siedelten aus Stare Žage 77 Gottscheer aus. Nach der Kapitulation Italiens, als viele Kraftfahrzeuge, Waffen und technische Geräte beschlagnahmt wurden, nutzten Partisanen die Objekte sie zur Lagerung von Kriegsbeute und zum Betrieb der Partisanenwerkstätte. Dies führte zur Einrichtung von Auto-, Waffen-, Leder- und Schuhmacherwerkstätten sowie von Werkstätten für die Reparatur und das Aufladen der Batterien und für die Reparatur der Relaisstationen. Gleichzeitig war Stare Žage ein Kreuzpunkt der Partisanenrouten und nachrichtendienstlicher Knotenpunkt für ganz Slowenien. Aufgrund der räumlichen Nähe der militärischen und politischen Führung im Hornwald (Kočevski Rog) versammelten sich viele Aktivisten und Parteikader in dem Dorf und warteten auf Kontakte und Einsätze beziehungsweise auf Übernahme neuer Aufgaben. Nach der Offensive im Oktober 1943 beschädigten Deutsche zwar die Gewährwerkstatt, da erlitten sie auch erhebliche Verluste, als da gelegte Minen explodierten. Die Partisanenbewegung stellte daraufhin die Produktion in dem Dorf wieder her. Neben den mechanischen, Leder-, Schneider-, Schuh-, elektromechanischen und Radiowerkstätten war auch das Ökonomat der Zentralen Partisanenkrankenhäuser mit eigenen Werkstätten tätig. Einige von ihnen wurden später in die Dörfer Črmošnjice und Srednja vas verlegt, während die Rüstungsbetriebe nach der Offensive in Nova Gora aufgestellt wurden. Das Sägewerk von Matthias Spreitzer, der nicht mit seinen Landsleuten mitzog, versorgte auch Partisanenstützpunkte und Außenposten im Hornwald, einschließlich Baza 20, mit technischem Holz.
Obwohl deutsche Soldaten im April 1945 erneut in Stare Žage eindrangen, richteten sie nur geringe Schäden an. Beim Kriegsende waren 11 von 12 Häusern bewohnbar und 56 Menschen lebten dort, darunter wenige gottscheerisch sprachige Bewohner, die während des Krieges Partisanen unterstützt haben. In dem nächsten Jahrzehnt stieg die Einwohnerzahl auf 60 an. Dann begann sie zu sinken und hat sich bis heute fast halbiert. Die meisten Häuser im Dorfzentrum sind neu oder renoviert, und die älteren Gebäude entlang der jetzigen Straßenverbindung nach Semič zeigen typische Merkmale der gottscheerischen Architektur. Auch das Spreitzers Sägewerk und die Mühle mit Schmiede, die von seinem Sohn bis zum Verkauf im Jahr 1960 betrieben wurden, haben sich erhalten. Die anderen Mühlen und Sägewerke, weil es nach dem Zweiten Weltkrieg kein Interesse nach deren Erhaltung gab, liegen schon seit Jahrzehnten in Trümmern.